Hoden |
Die Hoden bestehen aus einer Vielzahl kleiner, gewundener Kanäle, deren Gesamtlänge auf ca. 300 m geschätzt wird. Aufgabe dieser Kanäle ist es Spermien zu erzeugen - in jedem Hoden ca. 1.200 Stück pro Sekunde, was pro Tag gerechnet über 1 Milliarde macht. Die Samenbildung beginnt mit der Pubertät. Aus Ursprungszellen, die sich bis ans Lebensende immer wieder erneuern können, entstehen in einem etwa 3 Monaten dauernden Prozess ausgereifte, befruchtungsfähige Spermien. Neben den Samenzellen produzieren die Hoden auch das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Es ist z.B. verantwortlich für den Bartwuchs, die Stimmlage, die Körperbehaarung und den Muskelaufbau. Der Hodensack sorgt dafür, dass Hoden und Nebenhoden "wohl temperiert" sind. Denn für die Fruchtbarkeit der Spermien ist es wichtig, dass sie nicht bei der Körpertemperatur von 37 Grad Celsius sondern eher bei 34 bis 35 Grad gelagert werden. Dies wird durch die freihängende Position und durch die sehr dehnungsfähige Haut des Hodensacks erreicht. Je nachdem, ob sie sich zusammenzieht oder ausdehnt, wird mehr oder weniger Wärme abgegeben. |
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